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2.01a Burgruine Landshut bei Bernkastel-Kues an der Mosel

Burg Landshut thront heute als Ruine und Wahrzeichen von Bernkastel-Kues hoch über der Stadt auf einem Felsvorspung von ungefähr 60 m größter Ausdehnung. Der Bergrücken ist durch einen Einschnitt getrennt ist. Die Burg Landshut ist zu Fuß oder mit dem Pkw über den Burgweg erreichbar.

Zur Geschichte

Bereits 993 existierte hier eine befestigte Anlage, dessen Besitzer Propst Adalbero aus dem Geschlecht der Luxemburger war. Nach einer Erstürmung der Burg durch Erzbischof Poppo von Trier (Erzbischof 1. Januar 1016, † 16. Juni 1046) im Jahre 1017 mußte Adalbero seinen Besitz abtreten. Die Anlage wurde von Grund auf zerstört. 1136 gelangte Vollmar II. aus Blieskastel nach dem Aussterben der Luxemburger in den Besitz der Burg. Als dieser die Anlage wieder aufbauen wollte, geriet er in Streit mit Erzbischof Johann I. (Erzbischof 1190, † 15. Juli 1212). In einem Vertrag einigten sich 1198 beide Seiten, daß keiner der beiden Machthaber in Bernkastel eine Burg errichten dürfe. Nur wenig später nutzte aber Vollmar II. eine Papstreise des Erzbischofs aus und erbaute eine starke Festung. Der zurückgekehrte Kurfürst war über den Vertragsbruch so erbost, daß er 1201 den Neubau niederreißen ließ. 1238 erlosch das Geschlecht der Grafen von Blieskastel.

Die heutige, als Ruine erhaltene Anlage wurde 1277 unter dem Erzbischof und Kurfürsten von Trier Heinrich II.von Finstingen / Vinstingen (* in Lothringen, Kurfürst August 1260, † 26. April 1286) erbaut. Die Befestigungen waren so stark, daß sie für die damalige Zeit als uneinnehmbar galten.

Von den Nachfolgern Heinrichs II. wurde sie mehrfach umgebaut und erweitert. Der Erzbischof von Trier, Boemund I. von Warsberg (Erzbischof und Kurfürst 6. März 1289, † 9. Dezember 1299), ließ sie mit prächtigen Säulen, schönen Kammern, festen Mauern, imposanten Türmen und starken Brustwehren versehen.
Unter dem Erzbischof von Trier, Balduin von Luxemburg (* 1285, Kurfürst 7. Dezember 1307, † 21. Januar 1354), wurde sie schließlich 1320 vollendet.
Der Erzbischof von Trier, Kuno II. von Falkenstein (Kurfürst Mai 1362, abgedankt April 1388, † 21. Mai 1388), richtete die Anlage als Residenz her.

In der Folgezeit wurde sie mehr und mehr als Sommersitz der Trierer Erzbischöfe genutzt. Vom 15. Jahrhundert an nahm auch der Amtmann von Bernkastel Wohnung auf der Burg. 1456 löste Erzbischof Johann II. von Baden (Kurfürst 21. Juni 1456, † 9. Februar 1503) sie wieder von der Abtei Prüm in der Eifel ein, der sie zeitweise verpfändet war. Er ließ einige Renovierungsmaßnahmen durchführen und hielt auf der Burg häufiger Hof.

Beim Besuch Kaiser Maximilians im Jahre 1512 erhielt sie den Ehrennamen Landshut. Über mehrere Jahrhunderte trotzte die Burg allen kriegerischen Anfeindungen, denen sie ausgesetzt war. 1522 wurde sie von den Truppen Franz von Sickingens bei ihrem Rückzug von Trier erfolglos beschossen. 1636 diente sie im Dreißigjährigen Krieg vorübergehend der katholischen Liga als Hauptquartier. 1639 wurde sie von den Schweden und nach dem Krieg 1650 von den Franzosen besetzt. Diese Ereignisse waren sicherlich auch mit ein Grund für größere Wiederherstellungsarbeiten im Jahre 1662. Betroffen hiervon waren die Haupttreppe, die kleine Treppe mit der Tür in die Kellerei bei dem Kelterhaus, das Zimmer des Kurfürsten und die Antikammer mit Kaminen, die Küche, die Tür vor der Haupttreppe zur Küche, das Gewölbe unter dem Gang zum Speicher und die Gesindestube.

1673 und 1688 fiel Burg Landshut jeweils erneut für kurze Zeit in die Hände der Franzosen. Am 8. Dezember 1692 brach abends im Amtshaus der Burg ein zufälliges Feuer aus, das große Zerstörungen hinterließ. Der Schaden wurde auf 70 000 Reichstaler geschätzt. Seitdem liegt Burg Landshut in Trümmern.

1815 wurde die Stadt Bernkastel Besitzerin der Burg Landshut. 1839 schenkte sie die Ruine dem preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm, der die Schenkung  jedoch nicht annahm. Dennoch ließ Friedrich Wilhelm einige Sicherungsarbeiten duchführen. Wiederaufgebaut wurde die Anlage aber nicht mehr. 1920 ging sie erneut in den Besitz der Stadt Bernkastel über.

Die Anlage

Erhalten sind von der trapezförmigen Kernburg unter anderem noch die Ringmauern aus Schieferbruchstein bis zum Wehrgang, der Bergfried, Reste des Palas und anderer Wohnbauten sowie der Torbau des Hauptportals.

Das Hauptportal liegt zur Moselseite (Nordseite) hin. Westlich daneben befindet sich ein unterkellerter, erkerartig vorgebauter Pförtnersitz mit Auslugfenster und einem Obergeschoß. Nach Süden schließt sich ein runder Treppenturm an, dessen Zugang dem Hof zugewandt ist. Längs der Südfront setzt sich ein Wohngebäude mit rundem Eckturm fort.

Vom Eckturm führt vorbei an dem mehrgeschossigen Palasgebäude an der 17 m hohen Westwand ein Wehrgang zum Bergfried. Der runde, nach oben sich etwas verjüngende Bergfried an der Südostecke hat einen äußeren Durchmesser von 10 Metern und eine Höhe von 30 Metern. Die zwei hohen Räume werden von Kuppelgewölben überspannt. Die oberste Decke trug früher die Turmplattform. Sie ist jedoch eingestürzt. Das zweite Geschoß des Bergfrieds war vom Wehrgang aus über über einen äußeren Treppenaufgang durch eine rechteckige Tür zugänglich. Der Aufgang wurde durch einen Treppenlauf in der Mauerstärke fortgesetzt. Am oberen Ende ist ein zinnenartiger Kranz mit Schießscharten zu erkennen. Vom Turm aus bietet sich dem Besucher noch heute eine herrliche Aussicht auf Bernkastel-Kues und die romantische Mosellandschaft.

An den Bergfried schloß sich das Dach eines ehemaligen Wirtschaftsgebäudes an. Außer den erwähnten Teilen sind als Überreste noch erhalten ein durch einen Bogen mit der Mauer verbundener Pfeiler jenseits des früheren Grabens, auf dem sich der heutige Burgweg befindet, und ein zweigeschossiger Wohnbau mit drei flachbogigen Fenstern in der Ostmauer. Zwischen den ersten beiden Fenstern ist noch ein Kaminabzug erkennbar. Neben dem Wohngebäude stand einst der Südosteckturm. Der ebenfalls verschwundene Nordostturm schützte den Aufgang von der Stadt her.

Zum Abschluß einer Burgbesichtigung empfiehlt sich der Besuch der Burggaststätte. Sie verfügt über ein Restaurant, eine Aussichtsterrasse und Plätze im Hof. Im Restaurant finden ca. 80, auf der Terrasse ca. 70 und im Hof ca. 100 Personen Platz. In der Burggaststätte können nach Vereinbarung auch verschiedene Festlichkeiten wie Abteilungsfeier, Betriebsfeier, Geburtstagsfeier, Hochzeitsfeier oder jede andere Familienfeier veranstaltet werden.

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