1.31 Mülheim (Mosel) an der Mittelmosel Weinfest Campingplatz Trier Gemälde Cochem Bild Schweich Eifel Bilder Walfisch Jonas Trittenheim Christus Mittelmosel Ölberg Bernkastel Himmelsleiter August Koblenz Kesten Lazarus Moselschiffahrt Kreuzigung Auferstehung Mühlheim Rhein Bernkastel-Kues Veldenz Leiwen Festumzug Markt Schiffsreisen Jakob eherne Prasser Kirchen Obermosel Kirsch Mehring Mühlen Kapelle Jordan Mülheimer Moselufer Oktober Auferweckung Molendinum Campingplätze September Moses Weinort Schlange Wintrich Empore evangelisch entspringen Wallfahrtskirche Geistsendung Hunsrück evangelische Simeonstift Wien Geschichte Neumagen-Dhron Abendmahl Moselbrücke sehenswert

1.31 Mülheim (Mosel)

Der Weinort und Ferienort Mülheim (Mosel) mit etwa 1000 Einwohnern liegt ca. 6 km westlich von Bernkastel-Kues und ungefähr 55 km nordöstlich von Trier am rechten Moselufer zwischen den Bachläufen Frohnbach und Veldenzer Bach, die beide im Hunsrück entspringen. Verwaltungsmäßig gehört er zur Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues im Landkreis Bernkastel-Wittlich. In Mülheim führt eine Brücke über die Mosel (B 50) nach Lieser und Maring-Noviand, die den Hunsrück mit der Eifel verbindet. Die Mosel legt von Mühlheim bis zu ihrer Mündung in den Rhein am Deutschen Eck in Koblenz eine Strecke von 135 km zurück.

Das Ortsbild von Mülheim prägen beachtenswerte Patrizierhäuser aus verschiedenen Stilepochen, Weingüter und historische Kirchen. Sehenswert ist auch das ehemalige kurpfälzische Oberamtsgebäude und heutige Pfarrhaus. Die Reben der Mülheimer Moselweine reifen in den Weinlagen "Sonnenlay", "Helenenkloster", "Elisenberg" und "Amtsgarten". Letztere befindet sich mitten im Ort. Die Weinlagen werden repräsentiert durch die Mülheimer Weinkönigin und gehören zur Großlage "Kurfürstlay", zu der auch die Weinlagen der Moselorte Wintrich, Kesten, Brauneberg mit Filzen, Veldenz und Maring-Noviand sowie teilweise von Bernkastel-Kues gehören.

Zur Geschichte

Sowohl der heutige Ortsname als auch die lateinische Bezeichnung "molendinum" weisen darauf hin, daß Mülheim in der Geschichte immer ein Ort der Mühlen war. Zeugnisse aus der Römerzeit fand man südlich des Ortes in Form von Mauerresten. Die entdeckten fränkischen Sandsteinsarkophage stammen aus dem 7. Jahrhundert. Erstmals erwähnt wurde Mülheim im 6. Jahrhundert im Zusammenhang mit einer Schenkung des Merowingerkönigs Childebert II. zugunsten des Stifts Verdun. Verwaltet wurde der Ort von einheimischen Vögten, die später als Grafen von Veldenz in den Adelsstand erhoben wurden.

Im Jahre 1086 wurde eine Laurentiuskirche in Mülheim genannt. In den 1520er Jahren gab es bereits evangelische Bestrebungen. Die offizielle Einführung der Reformation durch die Herren von Veldenz erfolgte dann 1543 oder 1557. Der Ort innerhalb der Grafschaft Veldenz wurde damit zu einer Enklave im ansonsten fast durchweg katholischen Moseltal.

In der Vergangenheit war Mülheim auch ein wichtiger Moselübergang der Fernstraße und Postlinie zwischen Wien und Brüssel. Da es zu dieser Zeit noch keine Moselbrücke gab, mussten die Kuriere mit der Fähre von Mülheim nach Lieser übersetzen.

Der von 1444 zu Pfalz-Zweibrücken gehörende Ort kam 1733 an Kurpfalz. In der französischen Besatzungszeit nach dem Ende des Trierer Kurstaates wurde Mülheim Bürgermeisterei.

Evangelische Pfarrkirche

Die evangelische Pfarrkirche wurde zwischen 1669 und 1672 an Stelle einer Vorgängerkirche erbaut. Um 1720 ließ sie Graf Christian Karl Reinhart erhöhen und neu einrichten. Das Gotteshaus ist ein einschiffiger Bau mit dreiseitig geschlossenem Chor. An den Ostarm schließt sich der Chorturm der älteren Kirche aus der Mitte des 13. Jahrhunderts an. Er liegt damit nicht in der Achse des übrigen Bauwerks. Eine ehemalige Rundbogentür im Erdgeschoß ist vermauert. Eine Tür des Obergeschosses führt zur Empore. Bekrönt wird der Turm von einem achtseitigen, schiefergedeckten Helm, unter dem sich an allen vier Seiten je zwei Schallöffnungen befinden. Den Eingang zur Kirche bildet ein rundbogiges Portal mit einem schönen Renaissancefries an der Westseite.

Der Altarraum ist kreuzrippengewölbt. Die Holzdecke des Schiffes ist verputzt. Die Ausstattung bietet ein typisches Bild einer evangelischen Landkirche aus dem 17. Jahrhundert. Die dreiflügelige Empore ruht auf viereckigen Stützen. Die Bretterbrüstungen zieren 26 Gemälde aus der biblischen Geschichte (erste Hälfte des 18. Jahrhunderts). Sie stammen überwiegend von dem Hofmaler Johann Georg Engisch aus Birkenfeld im Hunsrück.
Die Bilderreihenfolge beginnt mit der Verkündigung und läuft auf das Pfingstereignis zu. Sie zeigen die Verkündigung, die Geburt Christi, die Taufe im Jordan, die Versuchung in der Wüste, die Verklärung, das Abendmahl, Christus am Ölberg, Geißelung, Kreuzigung, Auferstehung, Himmelfahrt und Geistsendung.
Die Bilder zum Alten Testament sind dazu spiegelbildlich angeordnet und zeigen die Gemälde Himmelfahrt des Elias, die eherne Schlange, die Passahfeier, Moses am brennenden Dornbusch, Jakob und die Himmelsleiter, Abrahams Opfer, die Sintflut und Jonas mit dem Walfisch.
Von weiteren Ereignissen des Neuen Testaments erzählen die Bilder Christus unter den Heerscharen, das Jüngste Gericht, Posaunen blasende Engel und Engel beim Keltern, die Auferweckung des Lazarus, Lazarus und der Prasser. Letztere sind wohl einem Schüler Engischs zuzuordnen. Auf den Brüstungen des Zensorengestühls sind weitere 8 Tafelbilder zu sehen, die vermutlich ebenfalls von einem Engisch-Schüler stammen. Sie handeln von den Aufgaben der Gemeindeleitung der Obrigkeit.
Erwähnenswert ist auch das Grabmal für Pfarrer Konrad Happel, dem Bauherrn der Kirche, samt Gattin aus dem Jahre 1680.

Katholische Kapelle

Die katholische Kapelle wurde als Filiale der Pfarrei Brauneberg 1773 erbaut. Sie ersetzt eine frühere Hauskapelle im kurpfälzischen Oberamtsgebäude. Sie ist ein Saalbau mit dreiseitig geschlossenem Chor und Dachreiter. Die Seitenwände werden von sechs Rundbogenfenstern durchbrochen.
Beachtenswert sind der Hochaltar aus der Erbauungszeit, und das Ölgemälde "Christus am Ölberg".

Evangelisches Pfarrhaus/ehemaliges kurpfälzisches Oberamtshaus

Das ehemalige kurpfälzische Oberamtshaus wurde an Stelle des früheren Hofs "Molendinum", der im Besitz des Hochstifts Verdun und Sitz der Herren von Veldenz war, errichtet. Nach einem Brand wurde es 1875 in der heutigen Form wiederaufgebaut. Die östliche Hälfte des zweigeschossigen Massivbaus dient seit 1821 als evangelisches Pfarrhaus, die westliche Hälfte als Amtsverwaltungsgebäude.

Tourismusangebote

Mülheim verfügt über vier markierte Wanderwege mit einer Gesamtlänge von etwa 16 km. Fahrradfahrer können den Moselradweg entlang des Ufers benutzen. Er führt von Mülheim aus flußaufwärts in Richtung Brauneberg, Filzen und Wintrich, flußabwärts in Richtung Andel und Bernkastel-Kues.
Freunden des weißen Sports stehen drei Tennisplätze zur Verfügung. Direkt an der Mosel gelegen, befindet sich ein Campingplatz mit etwa 90 Stellplätzen.

Zwischen Trier und Bernkastel-Kues bestehen während der Saison immer wieder Möglichkeiten, eine kurze Schiffahrt oder längere Schiffsreisen zu unternehmen. Von Mitte Mai bis 1. Oktober verkehren unter anderem jeden Dienstag Fahrgastschiffe in beiden Richtungen. Von Mülheim aus startet ein Personenschiff gegen 9.30 Uhr in Richtung Trier und gegen 13 Uhr nach Bernkastel-Kues (unverbindliche Angaben). Genaue Zeitangaben sind dem Fahrplan vor Ort zu entnehmen.

Infos zur Moselschiffahrt: www.gruppentickets.de www.ausflugsdampfer.de www.partyschiff.biz www.bordparty.biz

Schiffsanlegestellen der Moselschiffahrt bzw. Schleusen zwischen Trier und Bernkastel-Kues: Trier Zur Lauben | Trier-Pfalzel | Schweich | Mehring | Schleuse Detzem | Klüsserath | Leiwen | Trittenheim | Neumagen-Dhron | Piesport | Minheim | Schleuse Wintrich | Kesten | Brauneberg | Mülheim | Bernkastel-Kues.

Am ersten Mittwoch im August findet das Weinfest "Mülheimer Markt", ein Volksfest mit reichlich Moselwein und großem Festumzug, statt. Es ist das einzige Winzerfest an der Mosel, das mitten in der Woche begangen wird.

1 Von Trier nach Bernkastel-Kues Mittelmosel

Moseltouren Ein Internet-Reiseführer

 

 

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Moseltouren
Ein Internet-Reiseführer

1 Von Trier an der Mosel nach Bernkastel-Kues
Mittelmosel

1.01 Trier an der Mosel
1.01a Porta Nigra
1.01b Amphitheather
1.01c Kaiserthermen
1.01d Palastaula
1.01e Kurfürstliches Palais
1.01f Dom St. Peter
1.01g Liebfrauenkirche
1.01h Marktkirche St. Gangolf
1.01i Hauptmarkt Marktplatz
1.01j Kloster St. Matthias
1.01k Stiftskirche St. Paulin
1.01l  Simeonstift
1.02 Trier-Biewer
1.03 Trier-Pfalzel
1.04 Trier-Ruwer
1.05 Trier-Ehrang
1.05a Burg Ramstein
1.06 Kenn
1.07 Trier-Quint
1.08 Schweich-Issel
1.09 Schweich
1.10 Longuich-Kirsch
1.11 Riol
1.12 Mehring
1.13 Pölich
1.14 Schleich
1.15 Detzem
1.16 Ensch
1.17 Thörnich
1.18 Klüsserath
1.19 Köwerich
1.20 Leiwen
1.21 Trittenheim
1.22 Neumagen-Dhron
1.23 Piesport-Niederemmel
1.24 Piesport
1.24a Wallfahrtskirche
und Kloster Klausen

1.25 Minheim
1.26 Wintrich
1.27 Kesten
1.28 Brauneberg-Filzen
1.29 Neu Filzen
1.30 Brauneberg
1.31 Mülheim (Mosel)
1.32 Veldenz
1.33 Burgruine Veldenz
1.34 Maring-Noviand
1.35 Lieser
1.36 Bernkastel-Kues-Andel

2 Von Bernkastel-Kues an der Mosel nach Cochem
Mittelmosel

3 Von Cochem an der Mosel nach Koblenz am Rhein
Untermosel

Fernwanderweg Moselhöhenweg

Moselradweg Mosel-Radweg

Burgen, Festungen und Burgruinen an der Mosel

Cochem

 

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Stand: Tuesday, 26. April 2016 URL dieser Seite: http://moseltouren.de/1-trier-bernkastel-kues/1-31-muelheim-mosel/index.html